Marella Cruises plant erste eigene Neubauten: Zwei Schiffe bei Fincantieri in Auftrag
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Florian "Vossy" Voß -
31. März 2025 um 12:26 -
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Bereits in internen Gesprächen mit Finanzanalysten hatte die TUI-Führung von fortgeschrittenen Verhandlungen mit einer europäischen Werft berichtet. Anders als bei der „InTUItion Class“, die für die deutsche Schwestermarke TUI Cruises entwickelt wurde, setzt Marella auf ein eigenes Konzept. Während TUI Cruises ein Joint Venture mit Royal Caribbean ist, gehört Marella vollständig zur TUI Group.
Update 31. März 2025: Vertrag mit Fincantieri unterzeichnet
Heute gab Marella Cruises einen entscheidenden Meilenstein bekannt: Gemeinsam mit der italienischen Werft Fincantieri wurde eine Absichtserklärung (Memorandum of Agreement) über den Bau von zwei Kreuzfahrtschiffen unterzeichnet. Die geplanten Neubauten werden jeweils rund 120.000 BRZ umfassen und voraussichtlich 2030 bzw. 2032 ausgeliefert. Der Vorvertrag, der noch in eine feste Bestellung umgewandelt werden muss, hat ein Volumen von etwa zwei Milliarden Euro – abhängig von Finanzierungs- und anderen Standardklauseln.
Pierroberto Folgiero, CEO von Fincantieri, zeigte sich erfreut über die neue Partnerschaft: „Wir freuen uns, Marella Cruises als Kunden zu gewinnen und ihren Einstieg in den Neubaubereich zu begleiten. Diese Kooperation unterstreicht unsere Kompetenz in innovativem Schiffsdesign und Nachhaltigkeit – und stärkt unsere langfristige Position im Markt.“
Mit diesem Schritt betritt Marella Cruises Neuland: Bislang setzte die Reederei auf gebrauchte Schiffe, darunter die ehemalige „Mein Schiff Herz“, die 2023 als „Marella Voyager“ in die Flotte aufgenommen wurde. Die neuen Schiffe werden gezielt auf die Bedürfnisse britischer Kreuzfahrtgäste zugeschnitten. Fincantieri baut bereits die „InTUItion“-Klasse für TUI Cruises – das Typschiff „Mein Schiff Relax“ wurde im Februar 2025 übergeben, das Schwesterschiff „Mein Schiff Flow“ folgt 2026.
Die Entscheidung für Neubauten markiert eine strategische Weichenstellung: Marella Cruises positioniert sich damit nachhaltiger und wettbewerbsfähiger im hart umkämpften Kreuzfahrtmarkt.