Reparatur der Moselschleuse in Müden: Binnenschifffahrt früher als erwartet wieder möglich
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Florian "Vossy" Voß -
19. Januar 2025 um 08:46 -
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Am 8. Dezember 2024 war ein Frachtschiff beim Einfahren in die Schleuse Müden mit den nicht vollständig geöffneten Toren kollidiert. Der Aufprall richtete erheblichen Schaden an, bei dem die beiden Torflügel komplett aus ihrer Verankerung gerissen wurden. Zudem wurden weitere Bauteile der Schleuse in Mitleidenschaft gezogen. Erste Einschätzungen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Mosel-Saar-Lahn ließen darauf schließen, dass die Reparaturen erst Ende März 2025 abgeschlossen sein würden.
Dank schneller Fortschritte und reibungsloser Abläufe konnte der Zeitplan jedoch deutlich verkürzt werden. Derzeit laufen noch Betonarbeiten, bevor das neue Schleusentor eingebaut wird. Dieses wurde im Bauhof des WSA in Trier hergestellt und gestern an seinen Bestimmungsort geliefert. Das 12 Meter hohe und 14 Meter breite Tor wird nach der Montage ausgerichtet, angeschlossen und programmiert, damit die Schleuse wieder in Betrieb genommen werden kann.
Ende Januar sind erste Probeschleusungen geplant. Sollten diese erfolgreich verlaufen, könnten Schiffe die Mosel bereits Anfang Februar wieder durchgängig befahren – weit früher als zunächst angenommen. Besonders für die Wirtschaft der Region ist die schnelle Wiederaufnahme der Binnenschifffahrt ein bedeutender Faktor. Gleichzeitig bedeutet dies, dass die Mosel rechtzeitig zum Beginn der Flusskreuzfahrtsaison 2025 wieder voll nutzbar ist.
Seit der Sperrung der Schleuse im Dezember 2024 war die Mosel nur eingeschränkt befahrbar. Schiffe, die auf dem Fluss festsaßen, wurden mithilfe aufwendiger Notschleusungen manuell weiterbefördert. Darunter befanden sich auch Flusskreuzfahrtschiffe wie die Anna Katharina (Phoenix Reisen), die Viking Herja (Viking Cruises) und die Excellence Queen (Swiss Excellence River Cruise). Die letzte dieser Notschleusungen fand kurz vor Weihnachten statt, sodass alle betroffenen Schiffe ihre Reise rechtzeitig fortsetzen konnten.
Mit der bevorstehenden Fertigstellung der Reparaturen und der Wiederaufnahme des regulären Schleusenbetriebs ist nun ein Ende der Einschränkungen in Sicht.