Warum Kreuzfahrten immer teurer werden: Steuern und Umweltschutz
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etwas MEERzeit -
10. August 2026 um 12:24 -
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Zahlreiche Destinationen bitten Urlauber nun direkt zur Kasse. Griechenland erhebt in der Hochsaison bereits bis zu 20 Euro Landgangsgebühr pro Person und Hafen. Auch Städte wie Amsterdam, Barcelona und Venedig haben ihre Abgaben für Transitgäste massiv erhöht. Wer das Schiff für einen Ausflug verlässt, muss tief in die Tasche greifen. Ähnliche Entwicklungen gibt es in Frankreich und auf den Bahamas, wo ebenfalls drastische Aufschläge fällig werden.
Gleichzeitig kostet der Umweltschutz die Industrie Milliarden. Durch das neue EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) müssen Reedereien für ihre Abgase zahlen. Norwegen geht noch einen Schritt weiter und fordert für seine Fjorde ab 2026 komplett emissionsfreie Schiffe. Um diese Vorgaben zu erfüllen, sind teure Umbauten, neue Antriebe und die Nutzung von Landstrom zwingend notwendig. Die Folge: Ältere Schiffe werden oft in weniger regulierte Fahrgebiete verlegt, während die modernen, umweltfreundlichen Neubauten in Europa eingesetzt werden und ihren Preis haben.
Für Passagiere bedeutet das am Ende vor allem eines: Der Basispreis ist oft nur noch die Eintrittskarte. Um ihre Margen zu retten, erhöhen viele Anbieter die Nebenkosten drastisch. Serviceentgelte, teure Internetpakete und Getränkepreise schnellen in die Höhe. Ab Sommer 2027 geben zudem Reedereien wie AIDA und TUI Cruises lokale Abgaben – etwa die griechische Touristensteuer – direkt über das Bordkonto an die Reisenden weiter. Ein durchkalkulierter, günstiger Familienurlaub auf dem Meer wird dadurch zunehmend zur Seltenheit.