AIDAbella: Schottland-Häfen gestrichen – Direkter Kurs auf Island
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etwas MEERzeit -
8. August 2026 um 06:49 -
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Sicherheit geht auf See immer vor. Die AIDAbella bietet als Schiff der Sphinx-Klasse dem Wind eine recht große Angriffsfläche. Obwohl Stornoway erst kürzlich ein neues Terminal für tiefe Schiffe in Betrieb genommen hat, machten die Wetterbedingungen ein sicheres Anlegen oder Tendern unmöglich. Strenge maritime Sicherheitsvorschriften (SOLAS) lassen dem Kapitän in solchen Situationen keine andere Wahl, als die Route zum Schutz von Passagieren und Crew anzupassen.
Hinter den Absagen steckt zudem eine klare Strategie. Das absolute Highlight dieser Reise ist die totale Sonnenfinsternis am 12. August in Reykjavik. Die Reederei kann schlichtweg nicht riskieren, durch ein atlantisches Tiefdruckgebiet in Verzug zu geraten. Das Überspringen der schottischen Häfen dient somit auch als nautischer Puffer, um das pünktliche Eintreffen auf Island für dieses astronomische Großereignis unter allen Umständen zu garantieren.
Für die Gäste an Bord bedeuten die Hafenausfälle nicht nur eine Planänderung, sondern nach deutschem Reiserecht auch einen Anspruch auf anteilige Rückerstattung des Reisepreises sowie die Erstattung entfallener Ausflüge. Ein schwerer Schlag ist die Situation hingegen für die Wirtschaft vor Ort. Den Gemeinden in Lerwick und Stornoway brechen durch das Ausbleiben von über 2.000 Kreuzfahrtgästen wichtige touristische Einnahmen weg.