Disney Cruise Line beschleunigt Flottenausbau: Ein Rettungsanker für die Meyer Werft
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etwas MEERzeit -
7. August 2026 um 11:20 -
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Für die Meyer Werft in Papenburg kommt diese Entscheidung zur perfekten Zeit. Die Traditionswerft befindet sich aktuell in einer staatlich gestützten Restrukturierungsphase und hatte kürzlich den milliardenschweren Auftrag für die Mega-Yacht "Ulyssia" an eine chinesische Werft verloren. Das dadurch entstandene Kapazitätsloch im Jahr 2029 wird nun durch die vorgezogenen Disney-Aufträge passgenau gefüllt. Dies sichert der Werft nicht nur eine stabile Auslastung und wichtige Einnahmen, sondern auch den Erhalt zahlreicher Arbeitsplätze in der Region.
Interessanterweise schwimmt Disney bei den neuen Schiffen gegen den aktuellen Branchentrend zum Gigantismus. Mit einer Größe von rund 100.000 BRZ für etwa 3.000 Passagiere fallen die Neubauten deutlich kleiner aus als die bisherige Wish-Klasse. Dieser bewusste Schritt ermöglicht es der Reederei, exklusivere, kleinere Häfen anzulaufen. Gleichzeitig wird verhindert, dass die hauseigenen Inseln auf den Bahamas, wie Castaway Cay, durch zu viele Gäste auf einmal überlastet werden, was das Premium-Erlebnis für Familien an Bord und an Land bewahrt.
Auch technisch setzt die neue Generation Maßstäbe für die Zukunft auf dem Meer. Statt weiterhin ausschließlich auf flüssiges Erdgas (LNG) zu setzen, werden die neuen Schiffe mit hochflexiblen Motoren ausgestattet. Diese sind auf den Betrieb mit grünem Methanol und Bio-Kraftstoffen (HVO) ausgelegt. In Kombination mit großen Batteriesystemen, die kurzfristige Leistungsspitzen abfangen, und modernen Landstromanschlüssen machen Disney und die Meyer Werft einen großen Schritt in Richtung klimaneutraler Kreuzfahrt.