Grünes Licht für Kreuzfahrten: Bremerhaven setzt auf Landstrom
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etwas MEERzeit -
27. Juli 2026 um 12:33 -
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Die technische Umsetzung dahinter ist eine echte Meisterleistung. Da die meisten Schiffe an Bord ein Stromnetz mit 60 Hertz nutzen, unser europäisches Netz aber auf 50 Hertz läuft, werden gewaltige Frequenzumrichter benötigt. Ohne diese würde die Bordtechnik sofort kaputtgehen. An der Columbuskaje wurde dafür extra ein 286 Meter langer, unterirdischer Kanal gebaut. Ein spezieller Wagen fährt darin passgenau an das Schiff heran und reicht die dicken Kabel sicher an Bord – ganz egal, ob die Anschlüsse an Steuerbord oder an Backbord liegen.
Angetrieben werden diese großen Neuerungen durch strenge EU-Vorgaben und den starken Druck von Umweltverbänden. Bisher liefen die Schiffsmotoren im Hafen oft mit dreckigem Schweröl weiter. Der neue Landstrom ist hier ein echter Meilenstein für saubere Hafenluft. Doch nicht nur die Stromversorgung ist neu: Die 100 Jahre alte Kaje wurde für 80 Millionen Euro bei laufendem Betrieb komplett erneuert. Moderne, vollverglaste Passagierbrücken machen das Einsteigen für alle Gäste jetzt noch komfortabler.
Zusätzlich sorgt ein neuer Betreiber, die Global Ports Holding, für frischen Wind beim Management des Terminals. Ein besonders spannender Trend zeigt sich dabei für die kalte Jahreszeit. Immer mehr Urlauber starten im Winter von Bremerhaven aus zu Polarlichter-Touren oder langen Weltreisen. Durch diesen dichten Winterbetrieb lohnen sich die teuren Landstromanlagen noch mehr, da sie das ganze Jahr über aktiv genutzt werden. Bremerhaven zeigt damit eindrucksvoll, wie moderner und nachhaltiger Schiffstourismus funktionieren kann.