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Kreuzfahrtsteuer in Barcelona steigt drastisch: Was Tagesgäste jetzt wissen müssen

  • etwas MEERzeit
  • 21. Juli 2026 um 14:03
  • 591 Mal gelesen
  • 0 Antworten
Von Ralf Roletschek - Eigenes Werk, GFDL 1.2, Link
Egal, ob ihr beim Einlaufen an Steuerbord oder Backbord an der Reling steht und auf die Skyline blickt: Barcelona macht Ernst im Kampf gegen den Massentourismus. Wer auf seiner Mittelmeer-Kreuzfahrt künftig nur für einen kurzen Landausflug von Bord geht, wird kräftig zur Kasse gebeten. Die Stadt hebt die Kreuzfahrtsteuer für sogenannte Transitpassagiere – also Gäste, die weniger als zwölf Stunden bleiben – auf insgesamt 30 Euro an. Die Regelung soll voraussichtlich ab der Saison 2027 greifen und besteht aus 24 Euro städtischem Aufschlag sowie sechs Euro regionaler Steuer.

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Das klare Ziel der Politik ist es, den reinen Tagestourismus drastisch zu reduzieren. Zu viele Menschen bevölkern in zu kurzer Zeit die Innenstadt, lassen dabei aber verhältnismäßig wenig Geld in der lokalen Wirtschaft. Im Gegenzug fließen die neuen Steuereinnahmen direkt in soziale Projekte, wie etwa günstigeres Schulessen für die Kinder der Stadt. Auch im Hafen selbst ändert sich einiges: Die zentrumsnahen Terminals werden abgerissen und die Gesamtzahl der Anlegestellen wird von sieben auf fünf reduziert.

Für Urlauber bedeutet das tiefere Einschnitte in die Reisekasse, zumal große Reedereien parallel ihre Servicegebühren an Bord anheben. Wer seine Reise jedoch direkt in Barcelona beginnt oder beendet (Homeport-Gäste), profitiert von Ausnahmeregelungen und zahlt deutlich weniger. Die Branche übt derweil heftige Kritik an dem Vorstoß und warnt davor, dass Schiffe künftig alternative Häfen ansteuern könnten. Ob die Rechnung der Stadt aufgeht oder sich das Problem einfach nur in Nachbarhäfen verlagert, bleibt abzuwarten.

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