TUI Cruises streicht den X-Pass: Wenn Exklusivität an Bord zum Streitfall wird
-
etwas MEERzeit -
16. Juli 2026 um 07:18 -
463 Mal gelesen -
0 Antworten
Das Angebot sorgte schnell für mächtig Wirbel an Bord. Schlaue Rechner erkannten, dass die Kombination aus Balkonkabine und X-Pass oft deutlich günstiger war als die Buchung einer Suite. Die eigentliche Zielgruppe, die viel Geld für Ruhe und Exklusivität bezahlt hatte, fühlte sich übergangen. Plötzlich wurde es voll in den Rückzugsorten. Zu Stoßzeiten gab es Wartelisten und das gefürchtete Liegenreservieren fand seinen Weg auf das Premium-Deck.
Die treuen Stammgäste reagierten mit massiver Kritik. Einige kehrten der Reederei sogar den Rücken und wechselten zu kleineren Luxusanbietern. Der Reisebüro-Vertrieb bekam den Ärger an vorderster Front mit und spiegelte den geballten Frust direkt an TUI Cruises wider. Die Reederei stand unter Zugzwang und musste reagieren, um einen langfristigen Schaden für die Marke abzuwenden.
Mitte Juli 2026 zog TUI Cruises schließlich die Reißleine. Der X-Pass wurde aus dem regulären Vorverkauf gestrichen. Wer das Paket bereits gebucht hat, darf es auf seiner anstehenden Reise glücklicherweise noch nutzen. Zukünftig soll der Zugang zu den X-Bereichen nur noch spontan und direkt an Bord verkauft werden. Das geschieht jedoch nur, wenn die Suiten nicht ausgebucht sind und wirklich freie Plätze zur Verfügung stehen. Ein echtes Exklusiv-Gefühl lässt sich eben nicht einfach in Tageskarten aufteilen.