Queen Anne und Europa 2 in Hamburg: Doppelanlauf mit grünem Landstrom
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etwas MEERzeit -
14. Juli 2026 um 13:21 -
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Das wirklich Besondere an diesem maritimen Treffen ist jedoch das sogenannte "Cold Ironing". Beide Ozeanriesen sind während ihrer gesamten Liegezeit an die modernen Hamburger Landstromanlagen angeschlossen. Sie können ihre Schiffsdiesel komplett abschalten und beziehen zu 100 Prozent grünen Strom aus erneuerbaren Energien. Für die Stadt bedeutet das: keine Abgase, kein Feinstaub und kaum noch Lärm an der Kaikante.
Hamburg geht bei der Dekarbonisierung ohnehin stark voran. Bereits ab Anfang 2027 gilt im Hafen eine strenge Landstrompflicht für alle Schiffe, die technisch dazu in der Lage sind. Damit ist die Hansestadt deutlich schneller als die EU, die eine solche Regelung erst für das Jahr 2030 vorschreibt. Die maritime Energiewende beschränkt sich dabei nicht nur auf Kreuzfahrer. Auch immer mehr Terminals für die gigantischen Containerschiffe werden nach und nach für die Ökostrom-Nutzung hochgerüstet.
Neben der Umwelt profitiert auch die lokale Wirtschaft enorm, denn der maritime Tourismus boomt spürbar. Nach dem historischen Rekordjahr 2025 mit über 1,41 Millionen abgefertigten Passagieren erwartet Hamburg für diese Saison bereits mehr als 330 Anläufe von Hochseekreuzfahrtschiffen. Dieses starke Wachstum bringt nicht nur den Reedereien Erfolg, sondern sorgt auch in der Hotellerie, der Gastronomie und im Hamburger Einzelhandel für volle Kassen.