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Meyer Werft gerettet: Milliarden-Bürgschaften sichern MSC-Großauftrag

  • etwas MEERzeit
  • 9. Juli 2026 um 07:23
  • 430 Mal gelesen
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Bild von Vossy auf etwasmeerzeit.de © etwas *zeit
Die Papenburger Meyer Werft sichert sich durch milliardenschwere staatliche Bürgschaften einen gewaltigen Großauftrag von MSC Cruises. Es geht um bis zu zehn Milliarden Euro für vier bis sechs hochmoderne Kreuzfahrtschiffe der „New Frontier“-Klasse, die mit Blick auf das Ziel „Net-Zero 2050“ besonders klimafreundlich unterwegs sein sollen. Um den Bau dieser Mega-Liner für die kommenden Jahre abzusichern, greifen der Bund und das Land Niedersachsen dem Schiffbauer kräftig unter die Arme.

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Aber warum muss der Staat überhaupt einspringen? Nach einer existenziellen Krise durch die Folgen der Pandemie und explodierende Materialkosten wurde die Werft im Jahr 2024 zu 80 Prozent verstaatlicht. Da Reedereien den Großteil der Baukosten erst bei der Übergabe der fertigen Schiffe zahlen, muss die Werft gigantische Summen vorstrecken. Weil private Banken dieses enorme Vorfinanzierungsrisiko aktuell nicht alleine tragen wollen, machen die neuen staatlichen Garantien die Kredite und damit den rettenden MSC-Auftrag überhaupt erst möglich.

Damit sich die Geschichte nicht wiederholt und die Produktion deutlich effizienter wird, weht ab sofort ein frischer Wind in der Chefetage. Seit dem 1. Juli 2026 lenkt der ehemalige Airbus-Manager Dr. André Walter die Geschicke der Werft. Seine Aufgabe ist es, bewährte Abläufe und Prinzipien aus der Serienfertigung der Luftfahrt in den Schiffbau zu übertragen. Wenn dieser Kurswechsel gelingt und die Meyer Werft wieder verlässlich schwarze Zahlen schreibt, soll das Traditionsunternehmen bis zum Jahr 2028 wieder vollständig in private Hände übergeben werden.

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