Meyer Werft gerettet: Milliarden-Bürgschaften sichern MSC-Großauftrag
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etwas MEERzeit -
9. Juli 2026 um 07:23 -
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Aber warum muss der Staat überhaupt einspringen? Nach einer existenziellen Krise durch die Folgen der Pandemie und explodierende Materialkosten wurde die Werft im Jahr 2024 zu 80 Prozent verstaatlicht. Da Reedereien den Großteil der Baukosten erst bei der Übergabe der fertigen Schiffe zahlen, muss die Werft gigantische Summen vorstrecken. Weil private Banken dieses enorme Vorfinanzierungsrisiko aktuell nicht alleine tragen wollen, machen die neuen staatlichen Garantien die Kredite und damit den rettenden MSC-Auftrag überhaupt erst möglich.
Damit sich die Geschichte nicht wiederholt und die Produktion deutlich effizienter wird, weht ab sofort ein frischer Wind in der Chefetage. Seit dem 1. Juli 2026 lenkt der ehemalige Airbus-Manager Dr. André Walter die Geschicke der Werft. Seine Aufgabe ist es, bewährte Abläufe und Prinzipien aus der Serienfertigung der Luftfahrt in den Schiffbau zu übertragen. Wenn dieser Kurswechsel gelingt und die Meyer Werft wieder verlässlich schwarze Zahlen schreibt, soll das Traditionsunternehmen bis zum Jahr 2028 wieder vollständig in private Hände übergeben werden.