Chaos am Hamburger Flughafen bremst Kreuzfahrtschiffe aus
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etwas MEERzeit -
12. Juni 2026 um 19:06 -
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Die temporäre Flughafensperrung traf den Hamburger Hafen am heutigen Freitag an einem logistisch ohnehin anspruchsvollen Tag. Mit der AIDAprima, der MS Europa, der MS Amadea und der MS Finnmarken liegen gleich vier Kreuzfahrtschiffe an den verschiedenen Terminals in Steinwerder, Altona, der HafenCity und am Baakenhöft zum Passagierwechsel bereit. Da die An- und Abreiseprozesse der Tausenden Urlauber exakt durchgetaktet sind, sorgt das Verkehrschaos am Flughafen für eine Kettenreaktion in den Hafenterminals.
Besonders heftig trifft es den Terminalbetrieb am Baakenhöft bei der MS Amadea. Während die abreisenden Passagiere am heutigen Freitag am Flughafen strandeten, steckten die neu anreisenden Gäste an den Drehkreuzen in Frankfurt oder München fest. Für Reisende, die ihre Flüge pauschal über die Reedereien gebucht hatten, müssen die Schiffe am heutigen Freitagabend warten, um eine teure Nachbeförderung zu vermeiden. Die geplanten Abfahrtszeiten um 18:00 Uhr konnten nicht eingehalten werden, was die Kapitäne von AIDAprima und MS Europa zu späten Starts zwang.
Diese Verzögerungen haben für die Reedereien auch handfeste wirtschaftliche und ökologische Konsequenzen. Um den nächsten Hafen in Norwegen pünktlich zu erreichen, müssen die Schiffe auf der Nordsee schneller fahren. Da der Leistungsbedarf im Wasser mit der dritten Potenz zur Geschwindigkeit steigt, führt selbst eine kleine Temposteigerung zu einem überproportional höheren Treibstoffverbrauch. Für die erste Passage bedeutet dies Mehrkosten im fünfstelligen Bereich und eine schlechtere CO₂-Bilanz im sensiblen norwegischen Nationalparkgebiet.