Barcelona bremst Tagestouristen: Höhere Gebühren für Kreuzfahrtgäste im Anflug
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etwas MEERzeit -
19. Mai 2026 um 09:38 -
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Konkret soll der kommunale Zuschlag für diese Kurzzeit-Besucher von aktuell 4 Euro auf 8 Euro verdoppelt werden. Damit würde die Gesamtabgabe pro Kopf spürbar steigen. Für Passagiere, die länger als zwölf Stunden bleiben oder ihre Reise in Barcelona beginnen beziehungsweise beenden (Homeporting), sind dagegen moderatere Anpassungen vorgesehen. Diese Gruppe sorgt durch Hotelübernachtungen und Restaurantbesuche für eine deutlich höhere Wertschöpfung an Land.
Neben den finanziellen Daumenschrauben reguliert die Stadt den Sektor auch über die Infrastruktur. Die Anzahl der Kreuzfahrtterminals wird schrittweise von sieben auf fünf reduziert. Zudem werden stadtnahe Liegeplätze geschlossen und der Kreuzfahrtbetrieb an den weiter entfernten Kai Moll Adossat verlagert, der sich auf der backbord gelegenen Hafenseite für einlaufende Schiffe befindet. Bis 2028 soll zudem die Nutzung von Landstrom (OPS) Standard werden, um die Emissionen der Schiffe während der Liegezeit auf null zu senken.
Die Einnahmen aus den Tourismusabgaben fließen direkt in das lokale Gemeinwohl, beispielsweise in die Klimatisierung von über 60 öffentlichen Schulen sowie in den Bau von Sozialwohnungen. Barcelona steht mit diesem harten Kurs nicht allein: Auch andere europäische Metropolen wie Amsterdam, Venedig und Palma de Mallorca begrenzen die Kapazitäten für Kreuzfahrtschiffe immer stärker, um die Lebensqualität für die einheimische Bevölkerung zu sichern.