Alkoholverbot auf den Bahamas: Kreuzfahrt-Gäste verärgert
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etwas MEERzeit -
11. Mai 2026 um 13:01 -
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Der finanzielle Schaden war an diesem Tag enorm. Während sich die Reedereien mit geöffneten Bars in internationalen Gewässern – also fernab von Backbord und Steuerbord der lokalen Häfen – behelfen konnten, traf es die lokale Wirtschaft hart. Tausende kleine Händler und Ausflugsveranstalter in Nassau machten massive Verluste. Auch das Servicepersonal auf den großen Privatinseln litt schwer, da die wichtigen Trinkgelder aus den teuren Getränkeverkäufen komplett ausblieben.
Das Verbot ist dabei kein Einzelfall, sondern Teil einer neuen Strategie der Bahamas. Der Inselstaat zieht die finanziellen Zügel deutlich an. In den Jahren 2023 und 2024 wurden bereits Umwelt- und Passagiersteuern kräftig erhöht. Im Frühjahr 2026 stiegen zudem die Gebühren für Bootsgenehmigungen drastisch. Die Regierung möchte die Nutzung ihrer maritimen Gewässer stärker monetarisieren und nutzt die Einnahmen auch für den Schutz vor den Folgen des Klimawandels.
Für die großen Kreuzfahrtkonzerne ändert sich die strategische Lage dadurch grundlegend. Bisher konnten Schiffe bei unliebsamen Gesetzen einfach einen anderen Hafen anlaufen. Durch die gigantischen Investitionen in private Inselwelten sind die Unternehmen nun jedoch fest an den Standort gebunden. Die Bahamas zeigen selbstbewusst, dass sie in ihren Gewässern das Sagen haben. Reedereien müssen sich in Zukunft deutlich besser auf die lokalen Gesetze einstellen.