Tragischer Vorfall: Crewmitglied der Norwegian Breakaway über Bord
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etwas MEERzeit -
4. Mai 2026 um 07:19 -
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Die Crew suchte etwa vier Stunden lang intensiv im eiskalten Wasser nach dem Vermissten. Danach übergab das Schiff die Einsatzleitung an die US-Küstenwache und setzte seine Reise in Richtung Heimathafen fort. Am darauffolgenden Tag wurde die behördliche Suche leider ergebnislos eingestellt. Bei einer Wassertemperatur von knapp neun Grad Celsius bestand schlichtweg keine Überlebenschance mehr für den Verunglückten.
Dieses Unglück wirft ein sehr kritisches Licht auf die Arbeitsbedingungen an Bord von modernen Kreuzfahrtschiffen. Extreme Arbeitszeiten, soziale Isolation und ein enormer Leistungsdruck belasten die Crew, insbesondere in den fensterlosen Großküchen, stark. Besonders erschreckend an diesem Fall: Nur wenige Wochen zuvor kam es auf der Norwegian Viva zu einem beinahe identischen Vorfall, bei dem ebenfalls ein indischer Koch den Tod im Meer fand.
Zusätzlich wird nun Kritik an der technischen Sicherheitsausstattung laut. Obwohl es auf dem Markt längst moderne Systeme gibt, die bei einem Sturz über Bord sofort und automatisch Alarm schlagen, nutzte die Breakaway lediglich Kameras zur nachträglichen Auswertung. Für die Passagiere im Hafen von Boston sorgte der Vorfall am nächsten Tag zwar für chaotische Verzögerungen bei der An- und Abreise, doch die traurigen Umstände rücken diesen logistischen Ärger klar in den Hintergrund.