Norovirus-Ausbruch auf der Star Princess
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16. März 2026 um 06:30 -
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Die Infektionswelle traf sowohl Passagiere als auch die Crew. Besonders der Halt in Belize City am 10. März erwies sich als kritisch. Da die Gäste hier mit kleinen Tenderbooten an Land gebracht wurden, sorgte die Enge für eine rasante Übertragung des fäkal-oralen Erregers. Schon am nächsten Tag, beim Stopp in Cozumel, war die Zahl der Erkrankten so hoch, dass die US-Gesundheitsbehörden (CDC) im Rahmen ihres "Vessel Sanitation Programs" offiziell informiert werden mussten.
Die Crew an Bord reagierte schnell und streng nach Vorschrift. Erkrankte wurden sofort in ihren Kabinen isoliert, und das klassische Selbstbedienungs-Buffet wurde kurzerhand umgestellt: Das Personal reichte die Speisen nun direkt an, um Schmierinfektionen durch Zangen und Vorlegebesteck zu vermeiden. Bei der Desinfektion setzte man massiv auf das Mittel "Oxivir". Im Gegensatz zu herkömmlicher Chlorbleiche basiert dieses auf Wasserstoffperoxid, ist völlig geruchlos und schont die Einrichtung. Auch die Passagiere zeigten sich gut informiert und lobten die ruhige, transparente Kommunikation von Kapitän Gennaro Arma.
Am Tag der Rückkehr nach Fort Lauderdale stand ein massives "Deep Cleaning" an. Das gesamte Schiff wurde tiefengereinigt, was die Einschiffung der nachfolgenden Urlauber deutlich verzögerte. Die Muttergesellschaft Carnival Corporation spürte jedoch nicht nur logistische, sondern auch harte wirtschaftliche Folgen. In Kombination mit weltweit steigenden Ölpreisen und zahlreichen Flugausfällen sorgten die Negativschlagzeilen am 12. März für einen spürbaren Kursrutsch der Aktie. Rechtlich ist die Reederei jedoch gut abgesichert, da alle vorgeschriebenen Hygiene- und Isolationsmaßnahmen lückenlos umgesetzt wurden.