AIDAluna flüchtet vor Sturm: Darum blieben Passagiere auf Madeira zurück
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etwas MEERzeit -
25. Februar 2026 um 11:27 -
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Die Entscheidung der Schiffsführung war nautisch zwingend notwendig. Mit 13 Decks bietet die AIDAluna dem Wind eine enorme Angriffsfläche. Ablandige Sturmböen von knapp 60 km/h drohten, das Schiff massiv zu erfassen und es unkontrolliert über Steuerbord oder Backbord von der Kaimauer wegzudrücken. Wenn die Windkraft die Leistung der Querstrahlruder übersteigt, wird ein sicheres Ablegen unmöglich.
Erschwerend kam hinzu, dass das Hafenbecken an diesem Tag extrem voll war. Unter anderem lag die „Mein Schiff Relax“ am Pier, was den Manövrierraum für alle Schiffe auf ein absolutes Minimum reduzierte. Da der Kapitän bei Gefahr im Verzug (Force Majeure) die sofortige Abfahrtsbereitschaft anordnen muss, kam es zu einer logistischen Ausnahmesituation.
Passagiere, die individuell auf Madeira unterwegs waren und sich wegen des Wetters verspäteten, wurden auf der Insel zurückgelassen. Dies geschieht jedoch nach klaren Regeln: Wichtige Dokumente und lebensnotwendige Medikamente wurden zuvor aus den Kabinen geholt und dem lokalen Hafenagenten sicher übergeben.
Für die gestrandeten Gäste bedeutete dies allerdings, dass sie ihre Weiterreise zum nächsten Hafen auf Fuerteventura auf eigene Faust und eigene Kosten organisieren mussten. Bei Landausflügen, die direkt über die Reederei gebucht werden, haftet AIDA Cruises und wartet im Zweifel oder organisiert den Transfer. Wer jedoch privat von Bord geht, trägt das volle Risiko für eine pünktliche Rückkehr – eine wichtige Lektion für alle Individualtouristen.