AIDAnova: Sturm "Elli" erzwingt vorzeitige Rückkehr nach Hamburg
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etwas MEERzeit -
8. Januar 2026 um 06:24 -
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Sicherheit geht vor: Southampton gestrichen Eigentlich standen für die Gäste der aktuellen "Metropolen ab Hamburg"-Tour Fish & Chips und Sightseeing in London auf dem Programm. Doch der geplante Anlauf im britischen Southampton für heute musste kurzfristig gestrichen werden. Nachdem die AIDAnova gestern Abend das französische Cherbourg verlassen hatte, verschlechterte sich die Wetterlage im Ärmelkanal rapide.
Die Schiffsführung analysierte die Daten und traf eine Entscheidung, die in der Seefahrt immer Vorrang hat: Sicherheit für Schiff, Crew und Passagiere. Windböen von über 100 km/h und Wellenhöhen bis zu sieben Metern machten ein sicheres Einlaufen in den Solent (die Meerenge vor Southampton) und die Aufnahme des Lotsen unmöglich.
Ein Schiff als Segel Warum ist der Wind so ein großes Thema für einen Riesen wie die AIDAnova? Man muss sich das Schiff wie ein gigantisches Segel vorstellen. Mit über 330 Metern Länge und 20 Decks Höhe bietet die Breitseite des Schiffes – egal ob von Backbord (links) oder Steuerbord (rechts) betrachtet – eine enorme Angriffsfläche für Sturmböen. Selbst die stärksten Seitenstrahlruder und Schlepper kommen bei solchen Orkanstärken an ihre physikalischen Grenzen, um das Schiff sicher an die Pier zu drücken.
Volle Kraft voraus zur Elbe Statt "Abwettern" vor der Isle of Wight entschied sich Kapitän und Crew für die Flucht nach vorn. Mit einer beachtlichen Geschwindigkeit von über 21 Knoten (das ist für so einen Koloss fast ein Sprint) nahm die Nova Kurs auf die Deutsche Bucht, um dem Kern des Sturmfeldes zuvorzukommen.
Das Resultat: Statt stürmischer See und wackeligen Tellern im Restaurant, genießen die Gäste nun einen unerwarteten "Overnight"-Aufenthalt in der Hansestadt. Das Schiff liegt sicher vertäut in Steinwerder.
Was bedeutet das für die Gäste? Zwar fällt der Ausflug nach England ins Wasser, aber die Stimmung an Bord dürfte dennoch entspannt sein. AIDA Cruises erstattet üblicherweise die Hafengebühren für den ausgefallenen Hafen sowie gebuchte Ausflüge. Zudem bietet der frühe Anlauf in Hamburg die Chance, unsere schöne Hansestadt ausgiebig zu erkunden – vielleicht mit einem Besuch im Miniatur Wunderland oder einem entspannten Abend an den Landungsbrücken, ganz ohne Seegang.
Die reguläre Ausschiffung findet wie geplant am Samstag, den 10. Januar, statt. Bis dahin ist die AIDAnova wohl das luxuriöseste Hotel der Stadt.