Luftrettung auf der Celebrity Apex: US Coast Guard evakuiert Passagier vor Puerto Rico
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etwas MEERzeit -
15. Dezember 2025 um 12:26 -
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Der Einsatz vor Puerto Rico Das Schiff der modernen Edge-Klasse befand sich auf dem Rückweg von St. Kitts in Richtung Florida, als sich der Gesundheitszustand eines 65-jährigen US-Amerikaners drastisch verschlechterte. Da die medizinische Abteilung an Bord zwar hervorragend ausgestattet ist, aber bei komplexen, lebensbedrohlichen Diagnosen an Grenzen stößt, entschied der Schiffsarzt in Rücksprache mit der Reederei und der US Coast Guard (USCG): Eine sofortige Evakuierung ist unumgänglich.
Der Vorfall ereignete sich etwa 24 Seemeilen nördlich von Arecibo. Eine strategisch günstige Position, da die US Coast Guard Air Station Borinquen auf Puerto Rico schnell erreichbar war.
Präzisionsarbeit zwischen Himmel und Meer Zum Einsatz kam ein MH-60T Jayhawk Rettungshubschrauber. Die Celebrity Apex ist mit über 300 Metern Länge und 39 Metern Breite eine stabile Plattform, doch das Design der Edge-Klasse bringt Besonderheiten mit sich. Der markante „Magic Carpet“, eine bewegliche Plattform an der Steuerbordseite, kann Luftverwirbelungen erzeugen. Die Piloten der Coast Guard sind jedoch für genau solche Szenarien trainiert.
Um den Hubschrauber sicher über dem Schiff in der Schwebe zu halten, drehte der Kapitän der Celebrity Apex das Schiff so in den Wind, dass die relativen Bewegungen an Deck minimiert wurden. Bei Wellenhöhen von bis zu zwei Metern und Windböen bis 25 Knoten war dies ein Manöver, das höchste Konzentration auf der Brücke und im Cockpit erforderte.
Der Ablauf der Evakuierung Ein Rettungsschwimmer wurde zunächst auf das Deck abgeseilt, um den Patienten für den Transport vorzubereiten. Aufgrund seines kritischen Zustands wurde der Mann liegend in einer speziellen Rettungstrage (Litter) hochgezogen. Seine Ehefrau, die ihn begleitete, wurde sitzend in einem Rettungskorb sicher in den Helikopter gewinscht.
Anstatt den großen internationalen Flughafen anzusteuern, brachte die Crew den Patienten zum Fernando Luis Ribas Dominicci Airport. Dieser liegt deutlich näher am Centro Médico in San Juan, dem führenden Traumazentrum der Karibik. Dieser Zeitvorteil kann in der Notfallmedizin entscheidend sein.
Sicherheit im Fokus Für die rund 2.900 Passagiere an Bord lief der Betrieb weitestgehend ungestört weiter. Nach Abschluss des Manövers setzte die Celebrity Apex ihre Reise in Richtung Port Canaveral fort. Der Vorfall unterstreicht, dass selbst auf den modernsten Schiffen die Anbindung an landgestützte Rettungsketten unverzichtbar bleibt – und dass die Profis der US Coast Guard rund um die Uhr bereitstehen, um Sicherheit auf See zu gewährleisten.