AIDA „Winterzauber“: Start der Eislaufbahn auf AIDAprima verzögert
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2. Dezember 2025 um 10:22 -
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Vorgesehen war die Freigabe der Eisfläche pünktlich zum Start der Winterrotationen Ende November. Technische Schwierigkeiten beim Gefrierprozess verhinderten dies jedoch. Das Eis erreichte nicht die notwendige Festigkeit und verharrte in einem wässrigen Zustand, der eine sichere Nutzung für den Freizeitsport ausschloss.
Warum das Eis einfach nicht fest wird Das Phänomen des „wässrigen Eises“ hat komplexe physikalische Ursachen. Der Betrieb einer Eisbahn auf einem Schiff unterscheidet sich fundamental von Installationen an Land.
Das System basiert auf Kühlmatten, die auf dem Sportboden ausgelegt werden. Ein Kälteaggregat pumpt ein Gemisch aus Wasser und Glykol hindurch, das konstant bei ca. -10 bis -12 Grad Celsius gehalten werden muss. Darauf wird Wasser in dünnen Schichten aufgesprüht. Doch im Kieler Hafen und auf der Ostsee wirken mehrere Faktoren gegen dieses System:
- Wärme von unten: Das Sportdeck ist nicht isoliert im Raum. Darunter liegen beheizte Passagierbereiche. Da Stahl ein exzellenter Wärmeleiter ist, wirkt die Abwärme des Schiffes als konstante Heizquelle von unten gegen die Kühlmatten.
- Feuchtigkeit: Kiel und die Ostsee sind im Spätherbst durch hohe Luftfeuchtigkeit geprägt. Wenn diese Feuchtigkeit auf der kalten Eisoberfläche kondensiert, wird Kondensationswärme frei. Das Kühlsystem muss also nicht nur das Wasser gefrieren, sondern zusätzlich gegen diesen enormen Wärmeeintrag aus der Luft ankämpfen.
- Salz und Vibration: Die salzhaltige maritime Luft kann den Gefrierpunkt erniedrigen. Zudem erzeugen die Motoren selbst im Hafenbetrieb (Hotelling) mikroskopische Vibrationen im Rumpf, die die Bildung einer stabilen Kristallstruktur stören können. Das Resultat ist eine matschige Masse statt einer festen Platte.