Hamburger Hafen wächst stark trotz globaler Unsicherheit
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etwas MEERzeit -
20. August 2025 um 13:16 -
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Der Hamburger Hafen hat im ersten Halbjahr 2025 bewiesen, wie widerstandsfähig er ist. Obwohl globale Handelskonflikte und wirtschaftliche Unsicherheiten allgegenwärtig sind, konnte der Hafen seine Leistung deutlich steigern. Das lag vor allem am starken Wachstum im Containerumschlag und bei den Seegütern. Besonders spannend: Während der Handel mit den USA stark einbrach, konnten die Zuwächse in anderen Fahrtgebieten, wie dem Fernen Osten und der Ostseeregion, die Verluste mehr als ausgleichen.
Insgesamt stieg die Menge der umgeschlagenen Seegüter auf beachtliche 57,8 Millionen Tonnen, was einem Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Doch der wahre Star war der Containerumschlag, der mit einem Plus von 9,3 Prozent auf 4,2 Millionen TEU den größten Sprung machte. Die Abkürzung TEU steht übrigens für Twenty-foot Equivalent Unit, was die Maßeinheit für genormte 20-Fuß-Container ist. Diese beeindruckenden Zahlen zeigen, dass der Hamburger Hafen seine Hauptkonkurrenten im sogenannten Hamburg-Le Havre-Range, also den großen Häfen an der Nordsee, deutlich übertroffen hat.
Die positive Entwicklung spiegelte sich auch in den Finanzen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) wider. Das Unternehmen verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 16,3 Prozent auf 884,5 Millionen Euro. Auch das Betriebsergebnis, das sogenannte EBIT, legte kräftig um 34,8 Prozent zu und erreichte 79,4 Millionen Euro.
Das Wachstum war nicht überall gleich verteilt. Die meisten Zuwächse kamen aus Asien, vor allem aus China, Malaysia und Indien. Der Umschlag mit dem Fernen Osten stieg um 10,7 Prozent und der mit der Ostseeregion sogar um 20,8 Prozent. Ein Grund dafür war die Umleitung von Schifffahrtsrouten infolge des Konflikts im Roten Meer. Auch die Fähigkeit des Hafens, die Fracht schnell ins Hinterland weiterzuleiten, spielte eine große Rolle. Das sogenannte Intermodal-Segment, also der Transport von Containern per Bahn oder Lkw, stieg um fast 20 Prozent an.
Ganz anders sah es im transatlantischen Geschäft aus. Hier verzeichnete der Umschlag mit den USA einen massiven Einbruch von 19,3 Prozent. Der Grund dafür: neue US-Strafzölle, die Anfang 2025 eingeführt wurden, unter anderem auf Stahl, Aluminium und Autos aus der EU. Das zeigt, wie empfindlich der globale Handel auf politische Entscheidungen reagiert.
Der Hamburger Hafen hat im ersten Halbjahr 2025 die Konkurrenz in den Schatten gestellt. Während der Hafen in Rotterdam einen Rückgang des Gesamtumschlags um 4,1 Prozent verzeichnete und der Containerumschlag nur moderat um 2,7 Prozent wuchs, sah es in Antwerpen-Brügge ähnlich aus. Dort sank der Gesamtumschlag um 4,3 Prozent, und der Containerumschlag stieg nur um 3,7 Prozent. Hamburgs 9,3 Prozent Containerwachstum sind also ein starkes Signal, dass der Hafen Marktanteile hinzugewinnt.
Zukünftige Projekte, wie die Transformation des Waltershofer Hafens, sollen sicherstellen, dass Hamburg auch in Zukunft ein wichtiger Knotenpunkt für den internationalen Handel bleibt, der auch die immer größer werdenden Containerschiffe aufnehmen kann.