Möglicher Spionagevorfall im Hamburger Hafen: Drohne über britischem Flugzeugträger gesichtet
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Florian "Vossy" Voß -
24. November 2024 um 10:15 -
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Laut einem Bericht der "Bild" soll die Drohne eine Größe von etwa 1,5 x 1,5 Metern gehabt haben – deutlich größer als handelsübliche Drohnen für den privaten Gebrauch. Hinweise deuten darauf hin, dass es sich um eine Aufklärungsdrohne handelte, die direkt über dem Flugzeugträger schwebte. Der 284 Meter lange Flugzeugträger zählt zu den technologisch fortschrittlichsten Schiffen der Royal Navy.
Bundeswehr und Polizei im Einsatz
Nach ersten Berichten versuchte ein Drohnenabwehrteam der Bundeswehr, das Fluggerät mithilfe von Störsendern unschädlich zu machen. Doch bevor die Maßnahme Wirkung zeigte, entfernte sich die Drohne aus dem militärischen Sicherheitsbereich. Ab diesem Moment übernahm die Wasserschutzpolizei die Verfolgung. Die Drohne wurde noch dabei beobachtet, wie sie über den Fischmarkt flog, bevor sie am Container-Terminal Tollerort außer Sicht geriet.
Ein heikles Detail: Das Terminal ist teilweise im Besitz einer chinesischen Firma. Dies weckt zusätzliche Sicherheitsbedenken. Das Landeskriminalamt Hamburg hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf "sicherheitsgefährdendes Abbilden" gegen unbekannte Täter aufgenommen.
Hintergrund: Häufige Drohnensichtungen über sensiblen Gebieten
Spionagevorwürfe im Zusammenhang mit Drohnensichtungen sind kein Einzelfall. Laut Berichten gab es allein im vergangenen Jahr 446 Drohnensichtungen über Einrichtungen der Bundeswehr. Besonders alarmierend ist, dass einige Drohnen über Standorten gesichtet wurden, an denen ukrainische Streitkräfte trainiert wurden. Das Verteidigungsministerium sieht Russland und China als mögliche Hauptverdächtige hinter diesen Vorfällen.
Die Ermittlungen im aktuellen Fall laufen. Sollten neue Erkenntnisse vorliegen, könnte dies ein weiteres Kapitel in der Diskussion um Drohnenspionage in Deutschland eröffnen.