Harland & Wolff: Traditionswerft erneut insolvent – Rettung durch Regierung möglich?
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Florian "Vossy" Voß -
20. September 2024 um 11:28 -
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Harland & Wolff kämpft seit Jahren mit wirtschaftlichen Problemen. In den letzten Jahrzehnten verzeichnete das Unternehmen im Schiffbau wiederholt Verluste und war nicht mehr erfolgreich. Die Geschäftsausrichtung wurde mehrfach angepasst. Aktuell ist die Werft zusammen mit britischen und spanischen Partnern an der Fertigung von drei Kriegsschiffen für die Royal Navy beteiligt. Der spanische Konzern Navantia und das britische Unternehmen Babcock International sollen Berichten zufolge Interesse an einer Übernahme der insolventen Werft bekundet haben.
Ein weiteres Geschäftsfeld, in dem Harland & Wolff tätig ist, betrifft die Wartung und den Umbau von Kreuzfahrtschiffen. Kürzlich wurden in der Werft in Belfast zwei Kreuzfahrtschiffe für einen neuen Eigentümer umgebaut. Dabei wurde die ehemalige Costa Atlantica in die Margaritaville at Sea Islander umgewandelt, und die Braemer, zuvor bei Fred Olsen Cruise Lines im Einsatz, soll künftig als Residenzschiff Odyssey für Villa Vie Residences fungieren. Allerdings gab es auch in diesem Bereich in den letzten Jahren Probleme, die zur kurzfristigen Stornierung eines geplanten Werftaufenthalts führten.
Harland & Wolff wurde im Jahr 1851 gegründet und machte sich vor allem durch den Bau von Passagierschiffen für den Transatlantikverkehr einen Namen. Zu den bekanntesten Projekten gehört die legendäre Titanic, die in Belfast gefertigt wurde. Sie war Teil einer Schiffsreihe von drei Schiffen, die für die White Star Line gebaut wurden. Neben der Titanic, die 1912 auf ihrer Jungfernfahrt sank, gehörten auch die Olympic, die 1935 verschrottet wurde, und die Britannic, die im Ersten Weltkrieg durch eine Seemine versenkt wurde, zu dieser Baureihe.