Havarie auf der Donau: Flusskreuzfahrtschiff "Viking Ullur" sitzt fest
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etwas MEERzeit -
31. Juli 2026 um 10:50 -
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Da an Bord langsam das Trinkwasser knapp wurde, musste schnell gehandelt werden. Ein direkter Umstieg auf das Ersatzschiff „Vivaldi“ scheiterte jedoch. Wegen des extremen Niedrigwassers konnte das rettende Schiff weder an der Backbord- noch an der Steuerbordseite der Viking Ullur nah genug anlegen, ohne das Risiko einzugehen, selbst festzusitzen. Schließlich übernahm die bulgarische Grenzpolizei die Rettung und brachte alle 186 Passagiere mit kleinen, flachgehenden Booten sicher an Land. Von dort aus ging es mit Bussen zurück nach Bukarest. Die 52-köpfige Crew musste vorerst an Bord bleiben.
Hinter diesem Vorfall steckt jedoch ein viel größeres Problem: Europa erlebt im Sommer 2026 eine historische Dürre. Der Pegel der Donau ist massiv gesunken. Obwohl offizielle Fahrrinnen noch tief genug sein sollten, verzeiht der Fluss aktuell keine nautischen Fehler. Für Reiseanbieter und Urlauber bedeutet dies eine enorme Herausforderung. Viele Reedereien müssen aktuell ihre Routen anpassen, Schiffe tauschen oder Passagiere mit Bussen um unpassierbare Stellen herumfahren.
Die rechtliche Lage für die betroffenen Passagiere ist dabei zum Glück eindeutig: Laut EU-Pauschalreiserichtlinie muss der Reiseveranstalter für die Evakuierung, die Unterbringung und eine zeitanteilige Erstattung des Reisepreises aufkommen. Doch die anhaltende Dürre trifft nicht nur die Urlaubskreuzfahrt – auch Frachtschiffe können kaum noch fahren und Kraftwerke an der Donau müssen wegen fehlendem Kühlwasser ihre Leistung drosseln. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Wasserstände auf Europas zweitlängstem Fluss bald wieder erholen.