MSC Cruises und Meyer Werft: Megadeal für neue „New Frontier“-Klasse steht bevor
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etwas MEERzeit -
26. Juni 2026 um 19:44 -
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Die neuen Schiffe mit einer Größe von rund 180.000 BRZ brechen bewusst mit dem Trend zum reinen Größenwachstum im Massenmarkt. Durch eine reduzierte Kapazität von maximal 5.400 Passagieren wird das Raum-zu-Gast-Verhältnis (Space Ratio) signifikant verbessert, was für entzerrte Passagierströme und eine Erweiterung des exklusiven Premium-Bereichs im MSC Yacht Club sorgt. Technisch fungiert die Klasse als Vorreiter für das Netto-Null-Emissionsziel bis 2050: Der Antrieb basiert auf Next-Gen LNG (bereit für Bio-LNG), kombiniert mit emissionsfreien Brennstoffzellen für die Liegezeiten im Hafen sowie einer KI-gestützten Energieoptimierung.
Das Megaprojekt mit einem potenziellen Gesamtwert von bis zu zehn Milliarden Euro bestätigt im Nachhinein die staatliche Sanierungsstrategie aus dem Jahr 2024, bei der Bund und Land mit einer Eigenkapitalspritze und Bürgschaften als Mehrheitseigner einstiegen. Pünktlich zum Start dieser neuen Ära übernimmt zum 1. Juli 2026 der ehemalige Airbus-Manager André Walter den Posten des CEO. Seine zentrale Herausforderung wird es sein, durch standardisierte Prozesse aus der Luftfahrt die Produktionskosten in Papenburg drastisch zu senken, um den anstehenden Großauftrag wieder dauerhaft profitabel abzuwickeln und den Weg für eine erfolgreiche Reprivatisierung zu ebnen.