Lotsenstreik in Belgien: AIDAperla muss Stopp in Zeebrügge absagen
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etwas MEERzeit -
18. Juni 2026 um 07:58 -
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Da die AIDAperla mit ihren 300 Metern Länge nicht flexibel in jeden Hafen ausweichen kann, entschied sich die Schiffsführung bewusst gegen einen spontanen Ersatzstopp. Das Kreuzen auf See sicherte zudem den zeitlichen Puffer, um den nachfolgenden Fahrplan pünktlich einzuhalten. Hintergrund des plötzlichen Ausstands der Gewerkschaft ACOD sind anhaltende politische Konflikte mit der flämischen Regionalregierung über eine geplante Rentenreform sowie Anpassungen des Beamtenstatus.
Für den entgangenen Landgang steht den Reisenden nach deutschem Reiserecht eine Entschädigung zu. Bei einem komplett gestrichenen Hafen ohne Ersatz gewähren Gerichte in der Regel eine Preisminderung von 20% bis 35% des anteiligen Tagesreisepreises. Für die Zukunft zeigen diese Vorfälle, dass Reedereien flexiblere Routenplanungen entwickeln müssen, da die belgischen Häfen aufgrund der ungelösten Tarifkonflikte vorerst als unberechenbare Zonen gelten.