Kuba-Kreuzfahrten und US-Sanktionen: Was sich für Urlauber ändert
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etwas MEERzeit -
6. Juni 2026 um 20:13 -
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Hintergrund dieses Stopps ist ein tiefgreifender politischer Konflikt, der nun im Jahr 2026 seinen juristischen Höhepunkt erreicht. Der Oberste Gerichtshof der USA hat große Reedereien zu enormen Schadensersatzzahlungen verurteilt. Der Grund: Sie hatten auf Kuba Hafenanlagen genutzt, die nach der Revolution 1959 enteignet worden waren. Nach amerikanischem Recht machen sich Unternehmen strafbar, wenn sie mit diesem konfiszierten Eigentum Geschäfte machen.
Die strengen US-Sanktionen treffen mittlerweile auch den klassischen Hotelurlaub auf der Insel hart. Da ausländische Unternehmen und Banken bei Geschäften mit Kuba extrem hohe Strafen befürchten müssen, ziehen sich im Sommer 2026 reihenweise große europäische und kanadische Hotelketten von der Insel zurück.
Für Reisende aus Europa gibt es ebenfalls eine wichtige Änderung, die man bei der Urlaubsplanung unbedingt auf dem Radar haben sollte: Wer nach dem 12. Januar 2021 auf Kuba war, verliert das Recht auf die bequeme, visumfreie ESTA-Einreise in die USA. Das bedeutet, für zukünftige Amerika-Reisen oder auch nur einen Umstieg an einem US-Flughafen muss zwingend ein reguläres Visum beantragt werden.
Insgesamt haben die Entwicklungen der letzten Jahre Kuba fast vollständig vom westlichen Tourismus abgeschnitten. Während die Kreuzfahrtbranche den Wegfall des einstigen Traumziels durch den Ausbau anderer Karibik-Häfen kompensiert hat, bleibt die Insel selbst zunehmend isoliert.