Datenleck bei Carnival Cruises: Millionen Passagiere betroffen
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etwas MEERzeit -
29. Mai 2026 um 17:32 -
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Verantwortlich für den Diebstahl ist die internationale Hackergruppe „ShinyHunters“. Diese nutzte eine Methode namens Social Engineering, um einen Mitarbeiter gezielt zu täuschen und sich so dessen Zugangsdaten zu erschleichen. Die Beute der Kriminellen ist hochsensibel: Neben Namen, Adressen und Geburtsdaten fielen ihnen auch Reisepassnummern, Führerscheindaten und Informationen zu Kundenbindungsprogrammen (wie der Mariner Society) in die Hände. Solch detaillierte Profile sind im Darknet extrem wertvoll und das perfekte Werkzeug für Identitätsdiebstahl.
Für viel Kritik sorgt die Tatsache, dass sich Carnival 43 Tage Zeit gelassen hat, um die Öffentlichkeit und die betroffenen Urlauber am 27. Mai über den Vorfall zu informieren. Das Unternehmen begründete diese Verzögerung mit der aufwendigen forensischen Untersuchung der Datenströme. Dennoch hat das Zögern bereits weitreichende Konsequenzen: In den USA rollt eine Welle von Sammelklagen auf den Konzern zu. Da Carnival bereits in den Jahren 2019, 2020 und 2021 mit ähnlichen Sicherheitslücken zu kämpfen hatte, werfen Anwälte dem Unternehmen nun grobe Fahrlässigkeit vor.
Für die betroffenen Gäste bedeutet dieser Vorfall vor allem eines: äußerste Vorsicht. Carnival bietet erwachsenen Opfern zwar eine kostenlose Kreditüberwachung für 24 Monate über den Dienstleister TransUnion an, doch die Hauptlast der Prävention liegt bei den Passagieren selbst. Wer eine Benachrichtigung vom Kreuzfahrtriesen erhalten hat, sollte in nächster Zeit extrem aufmerksam sein, Bankkonten im Blick behalten und bei verdächtigen E-Mails oder Anrufen sofort skeptisch werden. Gestohlene Ausweisdaten haben schließlich kein Ablaufdatum.