MS Vasco da Gama: Weltreise-Abbruch nach Defekt am Antrieb
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etwas MEERzeit -
19. April 2026 um 13:16 -
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Ursächlich für den Schaden ist vermutlich eine enorme Mehrbelastung der bereits 33 Jahre alten Antriebstechnik. Wegen der unsicheren Lage im Roten Meer wurde die ursprüngliche Route durch den Suezkanal gestrichen und das Schiff stattdessen um das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet. Die tausenden zusätzlichen Seemeilen entlang der afrikanischen Küste forderten von der Maschinerie dauerhafte Höchstleistungen. Dies führte letztlich zum Versagen der hydraulischen Steuerung am Steuerbord-Propeller, was einen außerplanmäßigen Werftaufenthalt unumgänglich macht.
Für die Gäste endete der Urlaub ungeplant auf den Kap Verden. Während die Reederei für Pauschalreisende Charterflüge nach Frankfurt organisierte, standen Individualreisende vor größeren Herausforderungen, da sie ihren Rückflug zunächst eigenständig koordinieren mussten. Da das Schiff für die komplexe Reparatur der Propellernabe zwingend ein Trockendock benötigt, steuert es aktuell mit reduzierter Kraft die Kanarischen Inseln an, um von dort vermutlich eine spezialisierte Werft in Portugal oder Spanien zu erreichen.
Der Ausfall hat weitreichende Konsequenzen für den weiteren Fahrplan: Die Etappe von Málaga nach Hamburg wurde bereits ersatzlos gestrichen. Ob der geplante Saisonstart in Nordeuropa ab dem 1. Mai 2026 ab Hamburg gehalten werden kann, ist aufgrund der knappen Werftkapazitäten und der notwendigen Überführungszeit höchst ungewiss. Betroffene Passagiere haben nun umfangreiche Rechte auf Reisepreisminderung und prüfen teilweise Schadensersatzansprüche wegen vertaner Urlaubszeit nach deutschem Reiserecht.