Mein Schiff 5 sitzt im Persischen Golf fest: Passagiere erfolgreich evakuiert
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etwas MEERzeit -
13. März 2026 um 06:25 -
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Jetzt liegt das Kreuzfahrtschiff außer Dienst im Hafen der katarischen Hauptstadt Doha. Dieser Zustand wird in der maritimen Fachsprache als „Cold Lay-up“ bezeichnet. An Bord befindet sich nur noch eine stark reduzierte Rumpfbesatzung, eine sogenannte „Skeleton Crew“. Diese kleine Notfall-Crew hält wichtige Schiffssysteme wie den Brandschutz am Laufen. Aus Sicherheitsgründen sind Landgänge strengstens verboten. Egal ob man an Steuerbord oder an Backbord über die Reling schaut, die Lage rund um den Hafen bleibt extrem angespannt. Das Schwesterschiff, die „Mein Schiff 4“, teilt im Hafen von Abu Dhabi derzeit übrigens ein ganz ähnliches Schicksal.
Auslöser für diesen Ausnahmezustand war ein heftiger militärischer Schlagabtausch, der die gesamte Region nahezu über Nacht in eine Kriegszone verwandelt hat. Die Sperrung der Meerenge betrifft dabei nicht nur die zivilen Urlaubsschiffe, sondern bringt auch die weltweiten Lieferketten ins Wanken. Da wichtige Öllieferungen ausfallen, schießen die Preise für Rohöl und Flüssiggas in die Höhe. Fast alle großen Reedereien und Seeversicherungen machen mittlerweile einen großen Bogen um das Risikogebiet.
Für TUI Cruises und die betroffenen Reisenden bedeutet dies nun viel Geduld und enorme Kosten. Da eine offizielle Reisewarnung vorliegt, greift hier höhere Gewalt. Wer seine Reise wegen der Absagen nicht antreten konnte, erhält selbstverständlich sein Geld zurück. Wie es mit den festgesetzten Schiffen in den kommenden Wochen weitergeht, steht allerdings noch in den Sternen. Von einer raschen diplomatischen Lösung über militärischen Begleitschutz durch die Meerenge bis hin zu einem monatelangen Stillstand im Hafen ist jedes Szenario denkbar. Die Sicherheit von Mensch und Material hat hierbei in jedem Fall die höchste Priorität.