AIDAdiva Routenänderung: Sturm verhindert Anlauf auf Amami Oshima
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etwas MEERzeit -
20. Januar 2026 um 11:34 -
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Wer heute einen Blick auf die Schiffstracker wirft, sieht die AIDAdiva nicht wie geplant an der Pier, sondern auf dem offenen Ostchinesischen Meer. Statt die Passagiere auf die als „Galapagos des Ostens“ bekannte Insel zu bringen, befindet sich das Kussmundschiff auf direktem Kurs Richtung Naha auf Okinawa.
Der Grund für die Absage ist rein meteorologischer Natur, technische Probleme liegen nicht vor. Die Region um die Ryukyu-Inseln wird derzeit von einem kräftigen Wintermonsun dominiert. Die Japan Meteorological Agency (JMA) hatte für das betreffende Seegebiet bereits Warnungen vor Starkwind („Gale Warning“) und Sturm herausgegeben.
Für ein Schiff der Sphinx-Klasse wie die AIDAdiva stellen diese Bedingungen eine besondere Herausforderung dar. Durch die vielen Balkonkabinen auf den oberen Decks bietet das Schiff eine große Windangriffsfläche. Wenn der Wind – wie in diesem Fall – kräftig von Steuerbord oder Backbord drückt, wird ein sicheres Anlegemanöver ohne die Hilfe von extrem leistungsstarken Hochseeschleppern zum Risiko. Zudem machten Wellenhöhen von über zwei Metern das sogenannte Lotsenversetzmanöver (das Übersteigen des Lotsen vom kleinen Boot auf das Kreuzfahrtschiff) zu gefährlich.
Die Entscheidung der Brückencrew basiert auf der strikten Einhaltung der „Safety of Life at Sea“ (SOLAS) Richtlinien. Die Sicherheit von Gästen und Crew hat oberste Priorität.
Die logistische Konsequenz ist ein ungeplanter Seetag für die rund 2.500 Gäste. Da der Weg zum nächsten Zielhafen Naha nun ohne den Zwischenstopp bewältigt wird, hat die AIDAdiva viel Zeitpuffer. Das ermöglicht dem Kapitän das sogenannte „Slow Steaming“. Die Geschwindigkeit wird deutlich gedrosselt, was den Treibstoffverbrauch massiv senkt und die Umwelt schont.
Während die lokale Wirtschaft auf Amami Oshima den Ausfall der Tagestouristen verkraften muss, können sich die Gäste an Bord auf eine entspannte Weiterreise in ruhigeren Gewässern freuen. Der Hafen von Naha, der durch seine Lage besser vor dem Nordost-Monsun geschützt ist, wird planmäßig am 21. Januar angelaufen.