48 Tage Winterpause: Mit AIDAmar von Hamburg zum Karneval in Rio
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etwas MEERzeit -
19. Januar 2026 um 09:15 -
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Das Schiff: Ein Klassiker vor der Modernisierung Für diese lange Reise setzt AIDA Cruises bewusst auf die AIDAmar der Sphinx-Klasse. Mit einer Größe von rund 71.300 BRZ ist sie deutlich überschaubarer als die neuen Mega-Liner. Das sorgt für eine familiäre Atmosphäre an Bord, die bei fast sieben Wochen Reisezeit essenziell ist. Ein weiterer Vorteil: Mit ihrem geringeren Tiefgang kann die AIDAmar Häfen ansteuern, die den ganz großen Schiffen verwehrt bleiben.
Kulinarisch müssen die Gäste auf nichts verzichten: Das beliebte Brauhaus sorgt auch mitten auf dem Atlantik für heimische Gefühle. Interessant für Schiffsfans: Diese Reise ist eine der letzten Möglichkeiten, die AIDAmar in ihrem ursprünglichen Design zu erleben, bevor sie voraussichtlich Ende 2026 im Rahmen des "AIDA Evolution"-Programms umfassend modernisiert wird.
Von der Elbe in die Tropen Der Start in Hamburg verlangt den Gästen zunächst etwas Wetterfestigkeit ab. Die Route führt durch die Nordsee und die Biskaya, wo es im Januar durchaus schaukelig werden kann. Doch spätestens mit dem Einlaufen in Lissabon am 22. Januar ist das Gröbste überstanden. Über Teneriffa und die Kapverden (Mindelo) geht es auf die große Transatlantik-Passage.
Hier greift das Edutainment-Programm der Reederei: Lektoren bereiten auf Südamerika vor, während auf dem Pooldeck die traditionelle Äquatortaufe zelebriert wird. Wer an der Reling steht und auf das endlose Blau schaut – sei es an Steuerbord oder Backbord – spürt hier die echte Faszination der Seefahrt.
Brasilien hautnah: Samba, Sonne und Sicherheit Am 31. Januar erreicht das Schiff Fortaleza. Die Route entlang der brasilianischen Küste ist eine Mischung aus Traumstränden und kulturellen Highlights. In Recife stehen Sicherheitshinweise und geführte Ausflüge im Vordergrund, während in den Tender-Häfen Buzios und Ilhabela Entspannung am Strand angesagt ist.
Ein echtes Highlight ist der Übernacht-Stopp in Buenos Aires (Argentinien). Hier haben die Reisenden genug Zeit, um bei einem Steak und einer Tango-Show in das Nachtleben einzutauchen, bevor es über Uruguay (Montevideo und Punta del Este) zum absoluten Höhepunkt der Reise geht.
Das Finale: Karneval in Rio Am 16. Februar 2026 macht die AIDAmar in Rio de Janeiro fest. Der Zeitplan ist ein logistisches Meisterwerk: Das Schiff liegt genau am Rosenmontag im Hafen. Das bedeutet, die Gäste haben die Chance, die Paraden der absoluten Spitzen-Sambaschulen ("Grupo Especial") live im Sambodrom zu erleben – ein Erlebnis, das auf der "Bucket List" vieler Reisender ganz oben steht.
Ein Wermutstropfen bleibt: Da die AIDAmar am Dienstagabend bereits um 19:00 Uhr wieder ablegen muss, um pünktlich die Rückreise anzutreten, verpassen die Gäste die Paraden der zweiten Nacht. Dafür entschädigt jedoch der Blick von Backbord auf den Zuckerhut beim Auslaufen im Sonnenuntergang.
Die entspannte Rückkehr Nach dem Trubel in Rio dient die Rückreise der Erholung. Über Salvador de Bahia und die Kapverden geht es langsam zurück in Richtung Europa. Wenn die AIDAmar am 7. März 2026 wieder in Hamburg festmacht, liegen 48 Tage voller Kontraste hinter den Passagieren – vom Hamburger Nieselregen zum Zuckerhut und zurück, mit dem Komfort eines schwimmenden Hotels.