Queen Mary 2: Antriebsprobleme erzwingen Routenänderung – Bremerhaven statt Hamburg
-
etwas MEERzeit -
10. November 2025 um 12:01 -
1.652 Mal gelesen -
0 Antworten
Die wichtigste Nachricht für alle Passagiere an Bord und deren Angehörige: Das Schiff ist nicht in Seenot und die Sicherheit ist nicht gefährdet. Die Queen Mary 2 setzt ihre aktuelle Norwegen-Kreuzfahrt fort und wird die Häfen Trondheim, Tromsø und Ålesund wie geplant anlaufen. Cunard bestätigte, dass die Reise "sicher beendet" werden kann, wenn auch mit gewissen "Modifikationen" – was auf eine reduzierte Geschwindigkeit hindeutet.
Statt in Hamburg wird die "Königin der Meere" am 17. November nun in Bremerhaven am Columbus Cruise Center festmachen.
Aber warum Bremerhaven? Die Antwort ist rein logistisch und eine direkte Folge der Antriebsprobleme. Es wird vermutet, dass das Schiff nicht mehr seine volle Dienstgeschwindigkeit von bis zu 26 Knoten halten kann. Die zeitaufwändige Revierfahrt auf der Elbe von der Nordsee bis nach Hamburg und zurück dauert etwa sechs bis acht Stunden. Diese Zeit kann das Schiff mit reduzierter Leistung offenbar nicht mehr aufholen. Bremerhaven liegt strategisch günstig direkt an der Wesermündung und erfordert fast keine Revierfahrt, was wertvolle Stunden spart.
Obwohl Cunard nur von "Antriebsproblemen" spricht, deutet die Situation auf ein spezifisches Problem hin. Die Queen Mary 2 verfügt über ein hochredundantes Antriebssystem mit vier externen "Mermaid"-Antriebsgondeln (Pods). Experten vermuten, dass eine dieser vier Einheiten ausgefallen sein könnte. Damit verliert das Schiff zwar 25 % seiner Antriebskraft und wird langsamer, bleibt aber dank der verbleibenden drei Pods sicher manövrierfähig. Anzeichen für Schwierigkeiten gab es offenbar schon zu Beginn der Reise, als das Schiff Southampton bereits mit Verspätung verließ.
Für Passagiere, die ihre Reise am 17. November in Hamburg beginnen oder beenden wollten, bedeutet die Umleitung Unannehmlichkeiten. Cunard richtet einen umfangreichen Bus-Shuttle-Service ein, der die Reisenden samt Gepäck zwischen Hamburg und Bremerhaven transportiert. Da ein derartiges technisches Problem nicht während eines kurzen Passagierwechsels behoben werden kann, ist ein außerplanmäßiger Werftaufenthalt sehr wahrscheinlich. Es ist daher davon auszugehen, dass die Queen Mary 2 nach dem 17. November für Reparaturen ins Trockendock muss, was auch Auswirkungen auf nachfolgende Kreuzfahrten haben könnte.