Neue Kreuzfahrt-Steuer auf Hawaii: Was Urlauber wissen müssen
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etwas MEERzeit -
6. Oktober 2025 um 14:40 -
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Die Steuer setzt sich aus einer staatlichen TAT von 11 Prozent und einer lokalen Abgabe von bis zu 3 Prozent zusammen, was eine Gesamtabgabe von bis zu 14 Prozent ergibt. Diese wird auf den anteiligen Kabinenpreis für die Tage angewendet, die das Schiff in einem hawaiianischen Hafen verbringt.
Die Dringlichkeit der Situation wurde besonders durch Mitteilungen der Disney Cruise Line (DCL) an ihre Gäste deutlich. Viele Passagiere der Disney Wonder, die im Februar 2026 eine Kreuzfahrt mit Stopps auf Hawaii gebucht haben, wurden nur wenige Wochen vor der finalen Zahlungsfrist informiert. Sie sehen sich nun mit unerwarteten Aufschlägen von 400 bis 450 US-Dollar oder mehr pro Familie konfrontiert. Wer die zusätzlichen Kosten nicht rechtzeitig begleicht, riskiert die Stornierung der gesamten Buchung und den Verlust der bereits gezahlten Anzahlung.
Die betroffenen Fahrten der Disney Wonder schließen ihre Wintersaison in der Südsee ab und werden dann nach Alaska verlegt. Zwei Routen sind besonders betroffen: die Fahrt von Sydney nach Honolulu am 2. Februar 2026 mit einem Halt in Nawiliwili auf Kauai und die 10-Nächte-Route am 16. Februar 2026 von Honolulu nach Vancouver, die mehrere Häfen auf Hawaii anläuft, darunter Nawiliwili, Maui und Hilo.
Die Höhe der Steuer ist dabei nicht pauschal, sondern hängt vom individuellen Kabinenpreis und der Aufenthaltsdauer in den Häfen ab. Das bedeutet, dass Passagiere, die teurere Kabinen gebucht haben, anteilig höhere Kosten tragen müssen.
Die neue Steuer, die oft als "Green Fee" bezeichnet wird, hat das Ziel, Gelder für den Umwelt- und Klimaschutz sowie nachhaltigen Tourismus auf Hawaii zu generieren. Die Regierung möchte damit Kreuzfahrtgäste finanziell mit landbasierten Urlaubern gleichstellen, da die Schiffe während ihrer Aufenthalte praktisch als schwimmende Hotels dienen. Gouverneur Josh Green sieht diese Gesetzgebung als ersten Schritt dieser Art in den USA und hofft, damit jährlich etwa 100 Millionen US-Dollar einzunehmen.
Die Kreuzfahrtbranche wehrt sich gegen die neue Steuer. Der Branchenverband Cruise Lines International Association (CLIA) hat eine Klage gegen den Staat Hawaii eingereicht. Die Klage stützt sich auf die US-Verfassung und verschiedene Bundesgesetze und argumentiert, dass die Steuer eine unzulässige Abgabe auf Schiffe darstellt. Der Ausgang des Rechtsstreits ist entscheidend, da er einen Präzedenzfall für die gesamte Kreuzfahrtindustrie in den USA schaffen könnte. Sollte Hawaii vor Gericht Recht bekommen, könnten andere Bundesstaaten folgen und ähnliche Gebühren einführen. Die Branche befürchtet, dass die zusätzlichen Kosten dazu führen könnten, dass Kreuzfahrtpassagiere in Zukunft alternative Urlaubsziele wählen.