Norovirus-Ausbruch auf der "Serenade of the Seas"
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1. Oktober 2025 um 12:53 -
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Insgesamt waren 94 Passagiere und vier Crewmitglieder von der Magen-Darm-Erkrankung betroffen. Damit lag die Infektionsrate bei den Gästen mit 5,0 Prozent deutlich über dem vom Center for Disease Control and Prevention (CDC) Vessel Sanitation Program (VSP) festgelegten Grenzwert von 3,0 Prozent. Für die Crew lag die Rate bei nur 0,5 Prozent, was zeigt, wie effektiv die internen Hygieneprotokolle für die Mitarbeiter greifen.
Auffällig ist, dass das Schiff im Juni 2025 bei einer VSP-Inspektion einen sehr guten Score von 96 von 100 Punkten erreicht hatte. Diese hohe Punktzahl zeigt, dass das Schiff in Sachen grundlegender Hygiene und Systemwartung gut aufgestellt war. Doch ein hoher Audit-Score ist keine Garantie gegen die schnelle Ausbreitung eines so ansteckenden Virus wie dem Norovirus. Die Viren können sich rasend schnell durch direkten Kontakt oder über Oberflächen verbreiten.
Als Reaktion auf den Ausbruch hat Royal Caribbean umgehend gehandelt und die erkrankten Passagiere und Crewmitglieder isoliert. Zudem wurden die Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen verstärkt. All diese Schritte sind Teil des offiziellen Notfallplans der Reederei, der auch die Zusammenarbeit mit den zuständigen US-Gesundheitsbehörden vorsieht.
Die größte Herausforderung steht der Reederei jedoch am Ende der Reise bevor. Am 2. Oktober legt die „Serenade of the Seas“ in Miami an und soll noch am selben Tag zur nächsten, dreitägigen Kreuzfahrt aufbrechen. Da ein solcher Ausbruch eine besondere „Super-Reinigung“ des gesamten Schiffes erfordert, steht die Crew unter enormem Zeitdruck. Diese Tiefenreinigung mit speziellen Chemikalien braucht viel Zeit, um wirklich alle Viren zu beseitigen. Gelingt dies nicht, droht der Virus auf die neuen Passagiere überzugehen, was die behördliche Überwachung und den Ruf der Reederei weiter schädigen würde.
Der Vorfall auf der „Serenade of the Seas“ ist bereits der 19. gemeldete Magen-Darm-Ausbruch in diesem Jahr und der 14., der auf das Norovirus zurückzuführen ist. Innerhalb der Royal Caribbean Flotte gab es erst im Juli 2025 einen ähnlichen Ausbruch auf der „Navigator of the Seas“. Diese Häufung von Vorfällen auf derselben Flotte legt nahe, dass die Präventionsmaßnahmen möglicherweise verbessert werden müssen, insbesondere beim Screening der Passagiere vor der Einschiffung.
Um zukünftige Ausbrüche zu verhindern, muss die Reederei sicherstellen, dass die Gesundheit der Gäste an erster Stelle steht. Das bedeutet, notfalls die Abfahrt zu verzögern, um die Reinigung gründlich durchführen zu können. Außerdem ist es wichtig, die Passagiere noch stärker über die Bedeutung von guter Handhygiene zu informieren.