Kreuzfahrtschiff MV Gemini kollidiert im Hafen von Piräus
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etwas MEERzeit -
7. September 2025 um 12:24 -
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Der Vorfall, in der Seefahrt auch als "Allision" bekannt, da ein fahrendes Schiff mit einem festen Objekt kollidiert, ereignete sich am Vormittag des 5. Septembers. Zwar wurde die offizielle Ankunft des Schiffes erst am Tag darauf in den Daten des AIS (Automatic Identification System) verzeichnet, doch deutet vieles darauf hin, dass das Anlegemanöver durch den Unfall unterbrochen und erst später vollendet werden konnte.
Die Kollision führte zu einem langen Schnitt oder Loch im Schiffsrumpf nahe dem Heck. Die Beschädigung war so gravierend, dass eine sofortige Reparatur unumgänglich ist, bevor die MV Gemini wieder in See stechen kann. Das beschädigte Schiff wurde umgehend an einem Liegeplatz festgemacht, wo technische Teams der Reederei und die griechischen Hafenbehörden eine detaillierte Untersuchung des Schadens einleiteten.
Die MV Gemini, Baujahr 1992, ist bereits 33 Jahre alt und hatte in ihrer langen Karriere schon viele Namen und Betreiber. Zuletzt machte sie im März 2025 von sich reden, als sie nach einem Brand im Maschinenraum mit begrenzter Geschwindigkeit in den Hafen zurückkehren musste. Auch in der Vergangenheit, wie bei einem Maschinenbrand im Jahr 1997, der sogar ein Todesopfer forderte, gab es wiederholt technische Schwierigkeiten.
Experten sehen den aktuellen Vorfall daher nicht als einfachen Navigationsfehler, sondern als Teil eines Musters. Die wiederkehrenden Probleme, besonders mit der Maschine und Steuerung, könnten mit dem Alter des Schiffes zusammenhängen. Das Einlaufen in einen Hafen gehört zu den anspruchsvollsten Manövern, bei dem jede Komponente präzise funktionieren muss. Die Allision wirft die Frage auf, ob die alten technischen Probleme zu diesem Unfall beigetragen haben.
Miray Cruises und die Hafenbehörden haben sich bislang nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Das ist in der Schifffahrt nicht ungewöhnlich und dient dazu, die laufenden Untersuchungen nicht zu beeinflussen. Die MV Gemini wird voraussichtlich für längere Zeit außer Dienst sein, da eine Reparatur im Dock ansteht. Branchenkenner erwarten, dass die Klassifikationsgesellschaften eine besonders genaue Prüfung verlangen werden, bevor das Schiff wieder Passagiere aufnehmen darf.
Die Zukunft des Schiffes bleibt offen. Angesichts der wiederholten technischen Probleme und des ansteigenden Reparaturaufwands könnte die Reederei die langfristige Rentabilität der MV Gemini neu bewerten müssen, was möglicherweise Auswirkungen auf geplante Fahrten, wie die angekündigte "3-year World Voyage", haben wird.